Jürgen Höllers Erfolgs-Blog

22
Nov

Unternehmerischer Erfolg durch Duplikation

Veröffentlicht von am in Management
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als Jugendlicher, im Alter von 16 Jahren, begann ich mit Karate in einem Kampfsport- und Fitnessclub in Schweinfurt. Der Inhaber hielt selber einige der Karatekurse ab und er war nicht nur ein fähiger und kompetenter Kampfsportlehrer, ich mochte ihn auch als Mensch überaus gerne. Sein Laden lief, er brummte, er verdiente eine Zeit lang auch sehr viel Geld. Doch er beging zwei entscheidende Fehler – was letztendlich dazu führte, dass er mit fast 60 Jahren Pleite ging und heute auf die Unterstützung von seiner Familie und des Staates angewiesen ist:

 

1. Fehler: Er verbesserte sein einmal eingeschlagenes System nicht mehr!

2. Fehler: Er duplizierte nicht!

Zu 1: Es ist wichtig, auch wenn man eine Idee hatte, die noch so gut war, diese Idee ständig weiterzuentwickeln. Der altgriechische Philosoph Heraklit hat einmal gesagt: „phanta rhei (= alles fließt)“. Was er damit meinte war: Alles fließt, alles verändert sich, alles ist dem Gesetz der Evolution unterworfen. Oder anders ausgedrückt: Nichts bleibt wie es war!

Was heute gut ist und funktioniert – kann morgen falsch sein und Dich in die Pleite treiben! Deshalb gilt es permanent weiter zu lernen, permanent in sich zu investieren, ständig neue Ideen und Innovationen voranzutreiben, sein Unternehmen und sich immer wieder neu zu erfinden!

Zu 2: Er dachte nicht über Duplikation nach! Was passierte? Es eröffneten einige Kettenbetriebe in Schweinfurt, die aufgrund ihrer Marktmacht (viele Betriebe) mit einem so günstigen Preis in den Markt eindrangen, dass er, der ebenfalls ursprünglich im günstigen Segment angesiedelt war, einfach im Laufe der Zeit an die Wand gedrückt wurde – und Pleite ging! Und als er pleite war? Übernahmen die Kettenbetriebe auch noch ganz großzügig seine ehemaligen Mitglieder… und wurden noch größer und erfolgreicher!

So ist es vielen, ehemals erfolgreichen selbstständigen Einzelunternehmern ergangen: Da gab es in Schweinfurt einen Hamburgerladen! Wenn ich als Jugendlicher im Alter von 15, 16, 17 Jahren aus der Diskothek Chalet mit dem Bus nach Hause fuhr, legten wir immer noch einen Zwischenstopp ein – um uns einen leckeren Hamburger zu gönnen! Doch irgendwann eröffnete dann der erste McDonald´s in Schweinfurt – und innerhalb von nur zwei Jahren war der Hamburgerladen pleite! Ich verstehe heute noch nicht warum: Die Hamburger waren größer und sie schmeckten eigentlich besser als bei McDonald´s. Trotzdem liefen alle, auch ich, zu McDonald´s – und dieser kleine Laden ging pleite!

Über Ostern 2012 verbrachte ich drei Wochen in den USA. Zuerst besuchte ich mit den 16 Teilnehmern meines Visions-Clubs (ich begleite, mit einigen absoluten Experten auf ihrem Gebiet, 16 Unternehmer ein Jahr lang auf dem Weg zu einem durchschlagenden Erfolg.) Las Vegas, wo wir auch privat meine Freunde Siegfried und Roy, die bekanntesten Magier der Welt, trafen. Nach fünf Tagen Las Vegas flog ich dann weiter nach Orlando, wo ich meine Familie traf und wir dann sechs Tage lang verschiedene Freizeitparks besuchten. Dann fuhren wir noch nach Palm Beach, der Millionärs Enklave in den USA, und ruhte mich dann noch eine Woche vom vorherigen Stress in Las Vegas und Orlando aus…

Am Ende unseres Urlaubs fuhr ich dann die ca. 80 Meilen von unserem Hotel „Four Seasons“ bis nach Miami direkt an der Küste entlang. Dafür benötigten wir über drei Stunden. Und weißt Du was mich regelrecht umhaute? Auf der gesamten Strecke befanden sich insgesamt drei Reihen Häuser, mit direktem Meerzugang (vor der Küste Floridas gibt es 100 Meilen lang vorgelagerte Inseln, das heißt schon mal, dass es zwei Reihen mit direktem Meerzugang gibt und dann an der eigentlichen Festküste nochmals die dritte Reihe). Hundert Meilen Küste á drei Reihen Häuser mit direktem Meerzugang = 300 Meilen (ca. 500 km) Platz für Villen. Und was für Villen! Gigantische Villen! Unglaubliche Villen! Riesige Goldstücke! Bombastische, herrschaftliche, unglaubliche Prachtstücke! Solche Dinger, dass ich mir mit meiner eigenen Villa zu Hause regelrecht klein vorkam…

Mit einem Wort: Tausende und abertausende von Multimillionen Villen! Und jede dieser Villen gehört jemanden! Also muss es tausende von Amerikanern geben, die dort Multimillionen Villen besitzen! Warum erzähle ich Dir diese ganze Geschichte? Als ich einmal nachmittags in meinem Luxushotel nach einem Schläfchen am Strand ein bisschen müde war, ging ich an die Strandbar, bestellte mir einen doppelten Espresso. An der Bar war ein Herr, Mitte 60, und aß vergnügt mit seiner Frau zu Mittag. Er hatte schon ein bisschen „gebechert“ und war bester Laune. Er bezog mich eifrig in seine Gespräche mit dem Barkeeper und seiner Frau mit ein, sprach aber einen derart starken Dialekt, dass ich, mit meinem mangelhaften Englisch, nur Teile verstand. Also sagte ich ihm irgendwann, dass er bitte nicht böse sein solle, aber ich verstehe nicht alles, weil mein Englisch so schlecht sei. Daraufhin fragte er mich, wo ich herstamme und ich antwortete: „Germany“. Daraufhin geriet er in große Begeisterung, dass ich aus Deutschland stamme, streckte mir die Hand hin und stellte sich vor.

Nun fragte ich ihn höflicherweise, von wo er denn herkomme, und er antwortete: „Chicago“. Ich erzählte ihm, dass ich Chicago kenne, weil ich vor 20 Jahren einmal geschäftlich einige Tage dort verweilte. Daraufhin fragte er mich begeistert, ob ich „Gilbert´s Steakhouse“ in Chicago kennen würde. Ich lächelte innerlich und antwortete ihm: „Nein, ich kenne lediglich Morton´s Steakhouse“. Er erzählte mir daraufhin, dass Morton´s eine große Kette sei, die Qualität auch nicht schlecht, aber Gilbert´s, sei das mit Abstand beste in Chicago. Denn Gilbert´s sei sein Steakhaus. Ich fragte ihn, ob es das einzige Steakhaus ist, das er besitzt und er erklärte mir, dass er insgesamt 14 Steakhäuser betreibe.

Wenn Du einmal in einem amerikanischen Steakhaus warst, dann weißt Du, dass diese nicht klein sind, sondern über 200 – 250 Sitzplätze verfügen. Da mich der Mann nun sehr interessierte, wollte ich wissen, ob er noch aktiv arbeite. Mit einem breiten Grinsen erwiderte er: „Ja, genau sieben Tage pro Jahr. Fünf Tage bin ich mit meinen Anwälten und Steuerberatern zusammen – und zwei Tage feiere ich mit meinen Mitarbeitern! Den Rest des Jahres bin ich auf Reisen und lebe hier in meiner wunderschönen Villa in Palm Beach!“

Hast Du die Geschichte verstanden? Irgendwann hatte dieser Mann sein erstes Steakhaus eröffnet. Daraufhin hatte er es so perfektioniert, dass er damit richtig Geld verdiente (1 Million Dollar mit der ersten Filiale pro Jahr). Dann duplizierte er, also multiplizierte er dieses System einfach auf insgesamt 14 Filialen und machte schließlich 15 Millionen Jahresgewinn damit! Kein Wunder, dass er über ein riesiges, unglaubliches Anwesen in Palm Beach verfügt… Und genau das machen alle Amerikaner! Sie glauben an den amerikanischen Traum:

Habe eine Idee, die anders ist. Baue sie erfolgreich zu einem Geschäft auf. Dupliziere sie – und dann verkaufe sie und mache Multimillionen Dollar! Was macht ein Deutscher, ein Österreicher, ein Schweizer? Er ist z. B. ein super Koch, spezialisiert auf Steaks. Alle loben seine Steaks. Da er immer den Traum hatte, sich als Koch einmal selbstständig zu machen, verwirklicht er ihn irgendwann. Er eröffnet ein Steakhaus – mit 20 Plätzen. Was er nicht durchkalkuliert: Selbst wenn jeden Abend alle 20 Plätze ausgebucht sind – wird er Pleite gehen oder gerade eben mit Müh und Not überleben.

Vielleicht macht er auch gerade so viel Gewinn, wie er früher als festangestellter Koch hatte, allerdings mit weniger Risiko, mit weniger Aufwand, mit weniger Arbeit!

Der Amerikaner hat eine Idee – und er rechnet sich erst einmal durch, ob er mit dieser Idee auch genügend Geld verdient (und macht dann gleich ein Steakhaus auf!). Er überlegt sich, ob es eine Idee ist, mit der er nicht nur an diesem einen Standort erfolgreich sein kann, sondern am besten in ganz Amerika. Warum ist Duplikation, Multiplikation so wichtig, für unternehmerischen Spitzenerfolg?

Ganz einfach: Wenn Du eine neue Idee zu einem erfolgreichen Unternehmen gebracht hast, dann verdienst Du damit ordentlich Geld. Wenn Du aber jetzt diese Idee auf eine zweite Filiale überträgst, dann arbeitest Du genauso viel, denn Du duplizierst ja lediglich dieses System – und verdienst fast doppelt so viel!

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