Jürgen Höllers Erfolgs-Blog

13
Nov

Senke Deine Kosten (Teil 2)

Veröffentlicht von am in Finanzen
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3. Konsum

Machst Du Schulden für Deinen Konsum? Ist Dein Girokonto (auch in Deinem Unter­nehmen!!) ständig im Minus? Kaufst Du Gegenstände auf Pump (bei Unternehmern: Least Du regelmäßig Betriebs- und Geschäftsinventar?)? Kaufst Du Dir eine neue Kaffeemaschine und zahlst Sie in 12 Raten? Least Du Deinen neuen Flachbildschirm und Deine Computeranlage? Demotiviert Dich das? Kostet Dich das wertvolle Energie?

Arme Menschen denken leider immer nur sehr kurzfristig. Und weil sie sehr kurzfris­tig denken, denken sie ausschließlich an sofortige Bedürfnisse/Befriedigungen, was sich dann in einem entsprechenden Konsumverhalten ausdrückt. Reiche und erfolgreiche Menschen planen dagegen langfristiger: Sie setzen sich Ziele, die sie erreichen wollen – und sind deshalb dazu bereit, kurzfristig auch einmal zu verzichten.

John Roy sagte einmal:

„Geld zeugt Geld“, was er damit meinte, war die Bedeutung des Zins- und Zinses­zinseffektes: Wer Vermögen besitzt, erhält auf irgendeine Art und Weise eine gute Ren­dite. Diese Rendite, wenn sie nicht entnommen, verbraucht, sondern wieder angelegt wird, erzeugt wiederum Rendite usw. Was sich so harmlos anhört, kann gewaltige Ausmaße und Dimensionen annehmen. Hier ein Beispiel:

Nehmen wir an, vor 1.000 Jahren im Mittelalter, hätten Deine Vorfahren einen Geld­betrag angelegt in Höhe von einem Euro. Und sie hätten es geschafft, bis heute eine durchschnittliche Verzinsung von 3 % pro Jahr zu erreichen. Was glaubst Du, welche Summe ist heute, ca. 1.000 Jahre später, daraus geworden? Bitte schätze einmal und schreibe diese Summe auf: Nun, bestimmt hast Du eine gehörige Summe hinge­schrieben, nicht wahr? Denn 1.000 Jahre sind schon eine lange Zeit und da kann schon durch Zinsen eine hübsche Summe anwachsen, nicht wahr? Doch die Summe, die tatsächlich in dieser Zeit aus diesem einen Euro wurde, ist so gewaltig, dass Du sie mir nicht glauben wirst, da Du sie Dir nicht einmal vorstellen kannst. Die Summe lautet (ich wiederhole noch einmal: ein Euro, angelegt vor 1.000 Jahren und jährlich verzinst mit von 3 %):

Über 1 Billion Euro = ca. 1.100 Milliarden Euro!

Was für eine gewaltige Summe, nicht wahr? Alles verursacht durch den Zins- und Zinseszinseffekt. Und diese Summe weitere ca. 20 Jahre zu 3 % Zinsen angelegt, wären schon ca. 2 Billionen Euro – genug um die gesamte Verschuldung des deutschen Staates im Jahre 2014/2015 auf einmal erfolgreich tilgen zu können!

Für denjenigen, der Kapital besitzt, es anlegen und für sich durch den Zins- und Zin­seszinseffekt arbeiten lassen kann, eine gute und wunderbare Angelegenheit. Für denjeni­gen, der Schulden macht, jedoch geradezu tragisch.

Verstehst Du jetzt, warum es absolut fatal und demotivierend ist, wie sich die Staaten weltweit, auch unser eigenes Land, immer mehr verschulden? Verstehst Du, wie negativ es sich auswirkt, wenn sich Unternehmen, aber auch Privatpersonen, verschulden (Darle­hen, Kredite, Hypotheken, Leasing, Kontokorrent überziehen, usw.).

Und wie dumm ist es, sich zu verschulden, um einfach nur ein bisschen Konsum zu haben. Um kurzfristig seine Bedürfnisse zu befriedigen – dafür aber langfristig zu leiden, und vielleicht sogar Depressionen hervorrufen.             

4. Betriebs- und Geschäftsausstattung

Was ich Dir jetzt sage, widerspricht allen betriebswirtschaftlichen Gepflogenheiten, ich bezeichne es einmal als „Hausfrauen-Cash-Management“: Die Hausfrau be­kommt Geld herein, sie gibt im Laufe des Monats Geld aus – wenn etwas übrig- bleibt, hat sie Gewinn; wenn am 20. des Monats kaum noch Geld übrig ist, muss sie den Gürtel enger schnallen. Und genauso habe ich mich früher, in all meinen Ge­schäften verhalten und tue es heute erfolgreich wieder: Wir kaufen grundsätzlich nur dann etwas für unsere Betriebs- und Geschäftsausstattung, wenn wir es uns leisten können, d. h., wenn wir es zahlen können. Einen neuen Computer? Gerne – wenn wir ihn cash bezahlen können! Ein neues Geschäftsfahrzeug? Gerne, wenn wir es sofort bezah­len können!

Als ich 1987 mit meinen zwei Partnern den Fit & Fun Fitnessclub in Schweinfurt er­öffnete, der später zum erfolgreichsten in Deutschland werden sollte, machten wir es zu unserer Grundlage, nur mit eigenem Geld zu arbeiten. Wir brachten das Kunst­stück fertig, eine 2.500 Quadratmeter große Multifunktions-Fitnessanlage mit einem Kapitalaufwand von nur 185.000 DM zu eröffnen. Wenn wir damals ein neues, com­putergesteuertes Laufband kaufen wollten, taten wir es dann, wenn es gleich von uns bezahlbar war. Wie setzten uns dies als Ziel, welches wir erreichen wollten.

Wenn nicht, dann warteten wir einfach. Ich weiß noch, wie wir einmal bei unseren Laufbändern für einige Monate Schilder anbrachten, dass jedes Mitglied maximal 20 Minuten laufen durfte, um dann Platz zu machen für das nächste Mitglied. Andere Kollegen hielten uns für verrückt und leasten zahlreiche Geräte bei ihren Herstellern. Wir nicht! Wir warteten ab, bis wir das Kapital zusammen hatten – und dann bezahl­ten wir die Geräte sofort. Auf diese Weise erhielten wir schließlich noch einen guten Rabatt, was wiederum unsere Kosten senkte.

Das phänomenale bei dieser Vorgehensweise ist wiederum der Zins- und Zinses­zinseffekt: Wenn es gelingt, eine Zeit lang durchzuhalten und alle Neuanschaffungen immer nur aus dem vorhandenen Cash zu bezahlen, dann beginnt irgendwann die Ertragskurve steil nach oben zu steigen, also der Gewinn, der übrig bleibt, sich über­proportional zu erhöhen. Natürlich ist aller Anfang auf diese Weise noch schwe­rer, und kostet Energie, aber durch den eingesparten Zins und Zinseszins werden die Gewinne schließlich immer üppiger sprudeln.

Da nehme ich mir die Aldi-Brüder zum Vorbild: Die beiden Albrechts haben keinen Euro Schulden und jede Filiale, die sie neu eröffneten, finanzierten sie aus dem vorhandenen Cashflow. Wenn die Zentrale von Aldi Nord alle drei Jahre ca. 350 neue E- und S-Klasse Mercedes für ihr Management benötigt, dann werden sie bei der örtlichen Mercedes-Filiale bestellt – und bei Auslieferung cash bezahlt! Mag sein, dass das Unternehmen der Aldi-Brüder auf diese Weise in den ersten Jahren lang­samer wuchs, als sie es mit Fremdmittel hätten schaffen können – aber dafür war dieses Wachstum mehr als gesund und vielleicht haben genau diese Handlungen und dieses Verhalten dazu beigetragen, dass die beiden Aldi-Brüder die reichsten Deutschen wurden und zu den 20 reichsten Menschen der Welt gehören.

Ach ja, noch eine kleine Anekdote: Beide Aldi-Brüder sind ja bekannt für ihre Spar­samkeit, auch Geiz genannt. Der eine der beiden Aldi-Brüder wurde einmal entführt – und brachte das Kunststück fertig, seinen Entführer beim Lösegeld, während seiner „Inhaftierung“, deutlich herunterzuhandeln …

Vom älteren der beiden Aldi-Brüder ist z. B. bekannt, dass er seine Anzüge mehr als zehn Jahre lang trug. Wenn dann der Tag kam, an dem er einen neuen Anzug kaufte, litt er schrecklich unter diese Ausgabe – und dann trug den alten Anzug sein jüngerer Bruder weiter …

Solltest Du derzeit Schulden haben, dann erstelle jetzt gleich einen Entschul­dungsplan: Wann bist Du schuldenfrei?

Senke Deine Kosten!

Ich habe schon einige Kunden dazu motiviert Sanierungsmaßnahmen durchzuführen und es ist immer wieder erstaunlich, wie massiv sich Kosten, sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Bereich, senken lassen. Einem Klienten mit einem Jahresumsatz von 3 Mio. € senkte ich innerhalb eines einzigen Tages-Workshops die Jahreskosten um 500.000 €. Zugegebenermaßen schmerzhaft. Es gab Einschnitte und Einsparungen für alle, für jeden Mitarbeiter, für den Unternehmer selber, aber auch für seine Fami­lie.

Mitarbeiter mussten mehr Stunden arbeiten, auf bestimmte Sonderleistungen ver­zichten, der Unternehmer musste sein Auto gegen ein kleineres eintauschen, die Ehefrau musste ihr Budget für ihre persönlichen Ausgaben deutlich einschränken. Doch ein Jahr später machte das Unternehmen, das 12 Monate vorher kurz vor der Pleite stand, plötzlich wieder 300.000 € Reingewinn, drei Jahre später 600.000 €. Im Laufe der Zeit wurden dann sowohl für Mitarbeiter als auch für den Unternehmer sel­ber Lockerungen eingeführt, Zahlungen erhöht, auch wieder Annehmlichkeiten (wie das geliebte, große Statusauto) genehmigt.

Aber diese Ausgabensteigerungen sind immer nur dann möglich, wenn man auch das Geld dazu hat. Ich vergesse nie, wie erstaunt ein guter Freund von mir war, als wir zusammen einen Sanierungsworkshop durchführten und ich ihm erzählte, welch geringe Kosten wir im Vergleich zu unseren sehr guten Umsätzen hatten. Zum damaligen Zeitpunkt befand sich unser Unternehmen im Keller unseres Hauses auf 80 Quadratmeter. Stell Dir folgende Sachlage vor: 80 Quadratmeter Kellerraum, zwei kleine Sichtfenster, zehn Personen arbeiten in diesem Großraumbüro, alter versiffter Teppichboden, 14 Jahre alte, abgeschrammte Büromöbel, teilweise acht Jahre alte Computer (darunter sogar noch zwei uralte, weiße Riesengeräte…).

Er sah mich erstaunt an und fragte mich, warum ich denn nicht einmal 50.000 oder 60.000 Euro in die Hand nehmen würde, um ein ordentliches Büro einzurichten. Ich antwortete ihm: „Das machen wir auch, aber noch nicht jetzt, sondern erst in einem Jahr. Und dann werden wir diese Einrichtung nicht über die Bank finanzieren, son­dern jeden Bürostuhl, jeden Schreibtisch, jeden Computer bezahlen.“ Und ein Jahr später hatten wir eins unsere Ziele erreicht: Wir bezogen helle, moderne, freundliche Büros auf 350 Quadratmetern, eingerichtet mit wunderbaren Büromöbeln, modernsten Computern – und alles bezahlt!

Noch ein Tipp zur Entschuldung. Am 1. Mai 2005, bei meinem Comeback, besaß ich 6,6 Mio. Schulden – am 17. November 2007 war ich wieder schuldenfrei. Was glaubst Du, war dies mein Ziel gewesen? Natürlich nicht! Wenn Du heute 50.000 € Schulden hast und Dir das Ziel setzt in 5 Jahren schuldenfrei zu sein, bist Du bei null! Kein besonderer Anreiz für Dein kindliches Unterbewusstsein, für Dich tätig zu werden. Das Unterbewusstsein will ständig belohnt werden, will Spaß, will positive Gefühle. Schuldenfrei, also null, ist niemals ein Ziel.

Top-Tipp 1: Wenn Du derzeit 50.000 € Schulden hast, dann setze Dir besser ein langfristigeres, positiveres Ziel, also z. B.:

„2024 habe ich 100.000 € Vermögen!“

Vergleiche dazu folgenden Satz:

„2020 bin ich wieder schuldenfrei, also bei null!“

Merkst Du den Unterschied? Spürst Du wie bei dem Satz „2024 habe ich 100.000 € Vermögen!“ mehr Energie, mehr Freude, mehr Motivation ausgelöst wird?

Top-Tipp 2: Wenn Du Dir ein langfristiges, positives Geld-Ziel gesetzt hast, dann zahle ab sofort nicht nur Deine Schulden zurück, sondern beginne jetzt bereits wie­der mit dem Sparen und der Bildung von neuem Reichtum.

Dies setzt voraus, dass Du mit Deinen Gläubigern verhandelst und dafür sorgst, dass Du eine kleinere Summe zurückzahlst. Sei versichert, dass meist die Gläubiger mit allem einverstanden sind, wenn auch nur der Hauch einer Chance besteht, dass sie auf diese Weise ihr Geld wieder zurückbekommen. Selbst Banken und Finanzämter sind dann zu allen möglichen Bocksprüngen bereit …

Der Vorteil ist der, während Du auf der einen Seite Deine Schulden zurückfährst, be­ginnst Du bereits auf der anderen Seite mit der Bildung von positivem Kapital. Es macht dann Spaß, zu beobachten, wie Du Monat für Monat ein Vermögen aufbaust, während auf der anderen Seite Deine Schulden immer weniger werden (aber bitte solche Verhandlungen vom Anwalt absegnen lassen!).

Von jeder Gehaltserhöhung, von jeder Einkommenserhöhung teilst Du dann die Quote 50 zu 50 auf: 50 % des höheren Einkommens nimmst zu zum Schul­denabbau, die anderen 50 % zum weiteren Aufbau Deines Vermögens.

Wenn es Dir jetzt gelingt, Dein Einkommen regelmäßig um 20 bis 30 % jährlich zu steigern, kannst Du innerhalb von kürzester Zeit Dein Schuldenproblem lösen und gleichzeitig hast Du bereits den Grundstock für den Aufbau Deines Vermögens ge­legt!

Top-Tipp 3: Besuche unbedingt das 2-Tages-Intensiv-Seminar „Power-Days“, mit Mike Dierssen und mir. Und wir zeigen Dir auf, wie Du nacheinander Deine finanzielle Sicherheit, Deine finanzielle Unabhängig­keit und schließlich Deine finanzielle Freiheit, Schritt-für-Schritt sicher erreichst.

www.power-days.info

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Gast Freitag, 07. Mai 2021