Jürgen Höllers Erfolgs-Blog

27
Sep

Pessimismus oder Optimismus?

Veröffentlicht von am in Persönlichkeit
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Trainern wie mir wurde ja schon oft vorgeworfen, wir würden ein reichlich naives Bild der Realität propagieren: Die Welt ist positiv, das Leben ist schön!

Man hielt uns vor, die negative Seite oder zumindest die „Realität“ zu negieren, sprich: Nicht wahrzunehmen.

 

Nun, ich habe mir einmal die Mühe gemacht nachzusehen, was überhaupt „Pessimismus“ bedeutet. Zu diesem Zweck habe ich mir das philosophische Lexikon angesehen und fand dort folgende Beschreibung:

„Pessimismus ist die Weltanschauung, die Dinge von ihrer negativen Seite her zu betrachten!“

Pessimismus ist also weit mehr als eine Denkweise, es ist eine Weltanschauung. Der Pessimist (den es ja nicht gibt, denn jeder Pessimist glaubt ja von sich selbst er sei ein Realist…) sieht die Welt also nicht so, wie sie ist – sondern so, wie es seiner negativen Weltanschauung entspricht!

Nun könnte man einwenden, dass ich, als Optimist, ja auch eine Weltanschauung besitze und demzufolge die Welt auch nicht so sehe, wie sie tatsächlich ist, sondern so, wie sie meiner persönlichen, subjektiven Weltanschauung entspricht.

Die Antwort darauf: Richtig! Genau so ist es!

Der weltanschauliche Pessimismus blendet das Positive aus, der weltanschauliche Optimismus blendet das Negative aus. Beides ist in der Welt vorhanden – denn die Welt lebt nach dem „Gesetz der Polarität“. Es gibt Tag und Nacht, es gibt kalt und warm, Hass und Liebe, Frau und Mann, usw.

Dementsprechend gibt es auch Gut und Böse, richtig und falsch, erfolgreich und erfolglos, positiv und negativ, Optimismus und Pessimismus.

Doch darum geht es ja gar nicht, der springende Punkt ist: Wenn wir aufgrund einer Weltanschauung, alle der Weltanschauung entgegensprechenden Tatsachen ausblenden, also nicht wahrnehmen, dann werden wir immer mehr Erlebnisse wahrnehmen, die genau unserer Weltanschauung entsprechen. Der Pessimist erlebt also immer mehr negative, destruktive und zerstörerische Momente, während der Optimist immer mehr positive, aufbauende und erfolgreiche Erlebnisse wahrnimmt.

Was ist denn nun richtig? Beides! Die Frage ist nicht, was ist von beiden Weltanschauungen die Richtige – die Frage ist, welche dem einzelnen Menschen mehr nutzt. Bei welcher Weltanschauung fühlt der Mensch sich wohler, generiert er mehr Erfolge, ist er gesünder, glücklicher, energievoller, lebt in glücklichen Beziehungen, hat ein starkes Selbstbewusstsein, usw.

Das Leben eines Menschen ist wie ein Garten:

„Wir können Blumen oder Unkraut pflanzen – beides wird wachsen!“

Hier ein paar Fragen an Dich:

  • Wo siehst Du die Welt noch negativ?
  • Wie könntest Du die Welt ab sofort von der positiven Seite her betrachten?
  • Wie könntest Du Dich stärker auf das Positive, Erfolgreiche und Aufbauende konzentrieren?

„Der Reichtum liegt im Glauben!“

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Kommentare

  • Gast
    Willy Brandstetter Freitag, 27. September 2013

    Pessimismus via Optimismus

    Man könnte das auch als "unrealistischen Optimismus" nennen, von Optimistenseite aus betrachtet, gegenüber dem Pessimismus.
    Es geschehe nach deinem Glauben ist ja eine plausible Antwort.
    Doch von woher kommt wieder der "pessimistische" Glaube - schwierige Frage aufgrund des Gesetzes der Polarität? Man fragt sich immer: warum ist der so böse? man fragt nicht warum Frau, warum heiss, man fragt sich mit mit einem besonderem Gefühl: warum ist der so böse - warum Hass?

  • Gast
    Sofia Freitag, 27. September 2013

    „Der Reichtum liegt im Glauben!“

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