Jürgen Höllers Erfolgs-Blog

04
Jul

Das Gesetz der umgekehrten Wirkung – oder: Das Prinzip „Loslassen“!

Veröffentlicht von am in Persönlichkeit
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Kennst Du die Geschichte, die ich einmal mit dem Bundesliga Fußballverein Bayer Leverkusen erlebte?

Leverkusen stieg in einer Saison fast einmal ab. Daraufhin kam der Trainer Christoph Daum und holte eine Menge blutjunger, hochmotivierter Spieler, die später zu Weltstars heranreiften: Michael Ballack, Emerson, Lucio, Ze Roberto, Jens Nowotny, Oliver Neuville, um nur einige zu nennen.

Christoph war von meinen Inhalten und meinen Büchern so begeistert, dass er mich schließlich anrief und bat, Motivations- und Mentaltrainer von Bayer Leverkusen zu werden. Damals fungierte ich übrigens als der erste Mentaltrainer in der Fußball Bundesliga.

 

Wir arbeiteten einmal in der Vorbereitung auf die Saison zusammen (einmal einen halben Tag und einmal drei Tage intensiv vor Beginn der Rücksaison). Leverkusen lag schließlich vor dem letzten Spieltag zwei Punkte vor dem FC Bayern und musste nur noch gegen Unterhaching, die bereits ihr Saisonziel, nicht abzusteigen, geschafft hatten, ein Unentschieden erreichen – um Meister zu werden.

Doch am letzten Spieltag spielte Leverkusen das schlechteste Spiel der Saison, Michael Ballack schoss sogar noch sein legendäres Eigentor, Leverkusen verlor 0:2 – und Bayern München zog noch am letzten Spieltag an Leverkusen vorbei. Die Häme war groß (Daums Scherbenhaufen), auch wenn vergessen wurde, dass die Mannschaft vorher fast abgestiegen wäre…

Beim Analysieren, was eigentlich in der letzten Woche passiert sein musste, wurde mir Folgendes klar: Christoph und ich hatten vereinbart, dass wir in der Öffentlichkeit immer als Saisonziel angeben würden, den bestmöglichen Fußball zu spielen. Von Meisterschaft sollte niemals die Rede sein. Auch nicht einen Spieltag vor Schluss. Dann jedoch hatte Uli Hoeneß ein Glückwunsch-Telegramm zur Meisterschaft, schon vor dem letzten Spieltag geschickt – und bei der Pressekonferenz erklärt, dass Bayer Leverkusen und Christoph Daum die Deppen der Nation wären, wenn sie diesen Erfolg, diese Meisterschaft, jetzt noch vergeigen würden.

Daraufhin sprach Christoph in der Woche vor dem letzten Spieltag in jede ihm hingestreckte Kamera, dass nun die Meisterschaft sicher sei und Leverkusen die Glückwünsche von Bayern München und Hoeneß gerne annehme.

Und genau das war der Grund für den „Misserfolg“: Nun MUSSTE Leverkusen plötzlich Meister werden. Während man zuvor vollkommen frei und fröhlich aufspielen konnte (und den schönsten Fußball der 90er Jahre zeigte), war man nunmehr zum Siegen verdammt. Denn, wie hatte Hoeneß geschrieben: „Wenn jetzt noch die Meisterschaft verloren wird, wäre man ja der Depp der Nation“.

Genauso spielte Leverkusen: Angespannt und verkrampft, daraufhin dann unglücklich, demotiviert, schließlich kam es sogar zum Eigentor von Michael Ballack, das die Entscheidung brachte.

Dahinter steht folgender Mechanismus: Wer etwas im Übermaß will, wer zu ehrgeizig ist, wer sich zu sehr anstrengt, selbst derjenige, der sich zu stark auf sein Ziel, seinen Erfolg fokussiert – verliert ihn! Welche Einstellung, Denkweise steckt denn, auf der metaphysischen Ebene gesehen, hinter einem unbedingten „MUSS“?

Es ist der Glaube – es steckt die Angst dahinter! Bei Bayer Leverkusen dann sogar die nackte Angst…

Der Wille, der Verstand, das Bewusstsein möchte unbedingt etwas Bestimmtes erreichen. Der Verstand, also der Wille „will“ etwas erkämpfen, herbeizwingen, das Ziel erreichen.

Doch das Gefühl (= Unterbewusstsein) hat möglicherweise eine andere Programmierung, als die, die der Wille gerne hätte. Und nun streiten, kämpfen also Gefühl (Unterbewusstsein) und Verstand (Bewusstsein). Den Kampf zwischen Wille und Gefühl, gewinnt immer – das Gefühl!

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Gast Freitag, 07. Mai 2021